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Düngen

Blusana – Was sagt der Fachmann zu den Düngetabletten von Blusana?

Die Düngetabletten von Blusana bestehen aus einem auf die Hydrokultur abgestimmten Salzdünger, der im Profibereich unter der Bezeichnung "Flory 9" eingesetzt wird. Zusätzlich wurde den Tabletten Kalziumsulfat (CaSO4 = Gips) zugesetzt. Der Einsatz von "Blusana-Düngetabletten" empfiehlt sich somit besonders bei weichen Gießwässern, die keine ausreichenden Mengen an Kalzium enthalten. Kalzium ist ein unverzichtbares Nährelement für die Pflanzen und in Flüssigdüngern aus technischen Gründen nicht enthalten!

Werden Flüssigdünger unter diesen Bedingungen dennoch eingesetzt, kann es zu Kalziummangel an den Pflanzen kommen. Allerdings hat auch die Düngetablette von Blusana ihre Grenzen. Bei extrem weichem Gießwasser (Regenwasser) reicht die enthaltene Kalziummenge nicht aus. Außerdem kommt es unter diesen Bedingungen wegen des im Düngemittel enthaltenen relativ hohen Ammoniumstickstoff-Gehaltes zu einem unerwünscht starken Abfall des pH-Wertes der Nährlösung und in dessen Folge zu einer zusätzlichen Behinderung der Kalziumaufnahme der Pflanzen.

Flüssigdünger/Langzeitdünger

Flüssigdünger sind mehr oder weniger hochkonzentrierte Nährsalzlösungen. Verschiedene Nährsalze, wie beispielsweise Ammoniumnitrat, Kaliumnitrat und Ammoniumdihydrogenphosphat werden in Wasser gelöst. Vorteil für den Anwender ist die einfache Dosierung. Er muss lediglich nach Gebrauchsanweisung eine bestimmte Menge abmessen und mit der angegebenen Wassermenge verdünnen. Man benötigt dazu lediglich einen Messbecher. In der Regel wird die Verschlusskappe der Flaschen als Messbecher verwendet. Achtung: Die Dosierung verschiedener Flüssigdünger kann sehr unterschiedlich sein. Hier empfiehlt es sich stets die jeweilige Gebrauchsanweisung genau zu beachten.

Die verabreichten Nährstoffe sind für die Pflanzen sofort verfügbar. Langzeitdünger enthalten zumindest einen Teil der Nährstoffe in einer Form, die nicht sofort für die Pflanze verfügbar sind. Diese müssen vielmehr erst mobilisiert, das heißt in die für Pflanzen aufnehmbare Form überführt werden. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass Mikroorganismen organische Stickstoffverbindungen in mineralischen Stickstoff umwandeln. Eine weitere Möglichkeit stellt die Umhüllung der Mineraldüngersalze durch Kunststoffmembranen dar, durch die die Nährstoffe langsam nach außen abgegeben werden.

Hydrokultur/NPK-Dünger – Was unterscheidet einen Hydrokulturdünger von einem NPK-Dünger (mit Spurenelementen)?


Hydrokulturdünger sollen den besonderen Bedingungen der Hydrokultur gerecht werden. Diese ergeben sich  aus der fehlenden Pufferung des Hydrokultursystems und aus der Tatsache, dass es sich um ein geschlossenes System handelt. Wichtige Konsequenzen sind deshalb: Hydrodünger sollten keine Ballast-Salze enthalten (Natrium, Chlorid etc.). Hydro-Salzdünger müssen voll wasserlöslich sein.

Der Ammonium-N-Anteil sollte nicht mehr als etwa 50 % des gesamten N-Angebotes ausmachen, damit es nicht zur Versauerung der Nährlösung kommt. Ausnahme: sehr harte Gießwässer. Der Phosphatgehalt sollte deutlich niedriger sein im Vergleich zu Düngemitteln für die Erdkultur. Der Kupfergehalt kann niedriger sein, da Kupfer kaum festgelegt wird. Außerdem enthalten Hydrodünger häufig besonders hochwertige Eisenchelate, die teilweise den höheren Preis solcher Düngemittel rechtfertigen.

Langzeitdünger – Gibt es auch für Langzeitdünger eine Bewertung?


Für Hydrokulturen kommen als Langzeitdünger nur Ionenaustauscherdünger in Betracht. Über viele Jahrzehnte war der Ionenaustauscherdünger "Lewatit HD5" der einzige Ionenaustauscherdünger auf dem Markt. Er wurde in den 70er Jahren von der Firma Bayer AG entwickelt und unter verschiedenen Handelsnamen vermarktet. Zwischenzeitlich wurde von der gleichen Firma das "Lewatit HD5 plus" für salzarme Gießwässer entwickelt. Empfehlung für die Anwendung der Ionenaustauscherdünger "Lewatit HD5" und "Lewatit HD5 plus". Härtebereich des Gießwassers Gesamthärte des Gießwassers Empfohlener Düngertyp 1 0–7°  dH "Lewatit HD5 plus" 2 7–14° dH Vorzugsweise "Lewatit HD5 plus" 3 14–21° dH "Lewatit HD5" 4 > 21° dH "Lewatit HD5".

Nach Auslaufen des Patentschutzes wurde von der Firma Purolite ein neuer Ionenaustauscherdünger unter dem Namen "Florolite" in den Markt eingeführt. Es handelt sich dabei um keinen reinen Langzeitdünger, vielmehr ist als Startkomponente eine gewisse Menge sofort verfügbarer Nährsalze enthalten. Versuche haben gezeigt, dass die angeführten Ionenaustauscherdünger etwa gleichwertig sind, wenn die Gießwasserqualität berücksichtigt wird.

Pulverdünger – Ich habe mir einen Pulverdünger (3 Beutel) für Hydrokultur gekauft, der in zwei Kanistern aufgelöst werden soll. Der Basisdünger besteht nur aus den drei NPK-Komponenten. Ist bei fehlenden Spurennährstoffen nicht mit Mangelerscheinungen der Pflanzen zu rechnen? Kann ich den Basisdünger mit Spurennährstoffen anreichern, z. B. Composana? Wenn ja, wie viel sollte ich in etwa bei 100 g Basisdünger zugeben?


Mir ist nicht klar, um welche Düngemittel es sich handelt, die sie käuflich erworben haben. Unter dem Namen Basisdünger, oder besser "Flory Basisdünger 1" (ohne Stickstoff) oder "Flory Basisdünger 2" (enthält nur 2 % Stickstoff) der Firma Euflor/München sind im Profibereich zwei Mehrnährstoffdünger am Markt, die außer Stickstoff alle Nährstoffe, also auch Spurenelemente, enthalten. Dieser Basisdünger muss dann nur noch mit Mineralstickstoff ergänzt werden. Dessen Form, Kalksalpeter oder Ammonnitrat, richtet sich nach der Wasserqualität (Säurekapazität bzw. Karbonathärte).

Sollte es sich nun bei dem von Ihnen gekauften "Basidünger" um eben diesen handeln, erübrigt sich die Zugabe von Spurenelementen. Ob Spurenelemente enthalten sind, kann man beispielsweise daran erkennen, dass die Düngelösung bräunlich-rot gefärbt ist. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Eisen als EDDHA-Chelat enthalten ist. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir zu den Düngemitteln nähere Informationen geben könnten: Herkunft, Produktbeschreibung etc.

Qualität – Kann man jeden angebotenen Flüssigdünger verwenden?

Das Angebot an Flüssigdünger ist inzwischen fast unübersehbar geworden. Neben Flüssigdünger für den Profi in größeren Gebinden, werden für den Hobbybereich Produkte in kleineren Flaschen angeboten. Meist handelt es sich um sogenannte Universaldünger. Allerdings bieten einige Hersteller auch spezielle Düngemittel für die Hydrokultur an. Von der Forschungsanstalt Geisenheim wurden im Jahre 1998 Flüssigdünger für den Endverbraucher geprüft. Nicht alle waren empfehlenswert. So gab es viele, meist billige Flüssigdünger, die keine Spurenelemente enthielten.

Andere enthielten zuviel Natrium und Chlorid. Zusammensetzung und Anwendungsempfehlung waren sehr unterschiedlich. Teilweise stimmte die tatsächliche Zusammensetzung nicht mit den Angaben auf der Verpackung überein. Die Angabe, dass Spurenelemente enthalten sind, ist leider keine Gewähr dafür, dass sie wirklich enthalten sind. Vorsicht deshalb besonders bei billigen Produkten, denn Spurenelemente sind vergleichsweise teuer.

Wasseranstau – Was verstehen Sie unter Wasseranstau bei der Düngung?

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Bei der Kultur von Pflanzen in Blähton ist es notwendig, das Gefäß mit einem Wasser- oder besser Nährlösungsvorrat zu versehen, da der Blähton selbst im Gegensatz zu Seramis keine nennenswerten Mengen speichern kann. Dieser Wasservorrat befindet sich im unteren Substratbereich und wird als Wasseranstau bezeichnet. Er beträgt bei einer Gefäßhöhe von 19 cm maximal 4–6 cm.