Wie ist die optimale Nährlösung für Wasser mit hohem PH?

Frage
Wasserhärte/ph-Wert – Unser Wasser (Essen/Ruhr) hat hohe pH-Werte (7,2 - 7,9) bei niedrigsten Härtegraden (max. I). Wie ist die optimale Nährlösung für solche Verhältnisse? Der von Ihnen für niedrige Härtegrade empfohlene Lewatit HD 5 plus ist im hiesigen Handel nicht vorrätig und ich habe ihn auch auf der Bayer-Homepage vergeblich gesucht.
Antwort

Der pH-Wert des Gießwassers darf nicht überbewertet werden. Er hängt nicht nur vom Gehalt des Wassers an Hydrogenkarbonat-Ionen (Säurekapazität bzw. Karbonathärte) ab, sondern wird auch nennenswert von dem CO2-Gehalt des Wassers bestimmt. Bei weichem, schwach gepufferten Wasser wird der pH-Wert durch geringe Einflüsse sehr stark, sowohl nach oben als auch nach unten beeinflusst, ohne dass dies von Bedeutung wäre. Entscheidend für die Pflanze ist der pH-Wert, der sich nach Düngerzusatz einstellt. Kurzfristig wird dieser im wesentlichen durch die Phosphatkonzentration (Phosphatpuffersystem) und mittel- und langfristig durch die Mineralstickstoffform (Ammonium oder Nitrat) bestimmt.

Relativ weiches Gießwasser erfordert eine besondere Düngung. Der normale Ionenaustauscherdünger "Lewatit" ist in diesem Fall nicht zu empfehlen. Hier muss auf jeden Fall "Lewatit HD5 plus" eingesetzt werden. Dieses Düngemittel ist im Handel auch unter der Bezeichnung "Blusana" erhältlich. Man kann beide Düngemittel leicht voneinander unterscheiden. Lewatit plus enthält neben den runden Perlen des Ionenaustauschers deutlich sichtbare unregelmäßig geformte Mineralstoffpartikel. Ich muss leider bestätigen, dass es weder bei dem Hersteller von Lewatit (Bayer AG) noch bei dem Vertreiber des Produktes Blusana (Firma Lenz) eine qualifizierte Information darüber im Internet gibt.

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