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Was macht man gegen Springschwänze?

Springschwänze sind nur im Ausnahmefall als Schädling anzusehen.

Frage
Was macht man gegen Springschwänze?
Antwort

Springschwänze (Collembola) sind flügellose, nur 1–3 mm lange Urinsekten. Ihren Namen haben sie von ihrer Fähigkeit, mit Hilfe einer am Hinterleib angebrachten Sprunggabel mehr oder weniger große Sprünge zu machen. Als Bodenbewohner sind sie eher als nützlich einzustufen, da sie an der Umsetzung der organischen Substanz beteiligt sind.
An Zimmerpflanzen treten sie kaum als Schädling auf. Sie sind eher Anzeiger für Wurzelfäule aufgrund von Vernässung und bei Massenauftreten eben lästig. Nur bei sehr starker Massenvermehrung können die Collembolen neben dem abgestorbenen, faulenden Material gelegentlich auch gesunde Wurzeln anknabbern und dann auch als Schädlinge betrachtet werden.
Bei verstärktem Auftreten sollte unbedingt der Wurzelbereich kontrolliert werden, ob faulende organi-sche Substanz die eigentliche Ursache für das Auftreten der Springschwänze darstellt. Wenn der Wurzelraum wieder in einen optimalen Zustand gebracht wurde, erübrigen sich in der Regel direkte Bekämpfungsmaßnahmen. Bei Hydrokulturpflanzen hilft oft ein kurzfristiges vollständiges Überstauen, mit dem ein Großteil der Tiere ausgeschwemmt werden kann. Chemische Maßnahmen zeigen in der Regel keine ausreichende Wirkung, wenn nicht die Ursachen für die Wurzelfäule beseitigt werden.

 

verschlammtes Substrat

Bildmaterial: Dipl.-Biol. Helge Arp, re-natur GmbH

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